KNOW-HOW  

„Dieses Pro­dukt ist ein wahrer Glücks­fall“

Manchmal landet eine gute Idee ein­fach in der Schub­lade. Schade eigent­lich, denn ab und zu sind rich­tige „Schätze“ dar­unter. So wie der Delta Pouch, den Fritz Major, Bereichs­leiter Ver­trieb bei Harro Höf­liger, im Inter­view vor­stellt.

Herr Major, was haben Sie denn da für ein span­nendes „Fund­stück“?

Der soge­nannte Delta Pouch wurde vor einigen Jahren von einem unserer Kunden als inno­va­tive Ver­pa­ckung für Getränke- oder Soßen­pulver und Instant­suppen ent­wi­ckelt. Uns hat er mit der Kon­zep­tion der Pro­to­ty­pen­ma­schine beauf­tragt. Leider schaffte es das Pro­dukt inner­halb der internen Inno­va­ti­ons­liste nicht auf die vor­deren Rea­li­sie­rungs­plätze und ver­schwand buch­stäb­lich in der Schub­lade.

Aus der Sie es jetzt wieder her­aus­ge­kramt haben?

Stimmt. Dass eine gute Idee in diesem Sta­dium nicht wei­ter­ge­trieben wird, ist schade. Die kom­plette Grund­la­gen­ent­wick­lung ist gemacht und somit ein Ein­stieg in die Ver­mark­tung zeitnah gegeben. Mitt­ler­weile sind die Pro­dukt- und Design­pa­tente sowie die Gebrauchs­muster frei geworden. Die Patente zur Maschi­nen­tech­no­logie liegen bei uns. Das ist für jemanden, der die Poten­ziale des Pro­dukts erkennt und für sich nutzen will, ein wahrer Glücks­fall.

Was sind das für Poten­ziale?

Im Ver­gleich zu einer Vier­ecks- oder Stick­ver­pa­ckung bietet der Delta Pouch ein bes­seres Foli­en­vo­lu­men­ver­hältnis, also mehr Pro­dukt bei weniger Mate­ri­al­ver­brauch. Das liegt daran, dass die ein­zelnen Packungen „bottom-up“, das heißt schräg befüllt werden. Dadurch lässt sich ein höherer Füll­stand errei­chen. Auf­grund des kleinen Quer­schnitts an der Öff­nungs­hilfe ist außerdem der Inhalt besser dosierbar.

Und rein optisch?

Die Ver­pa­ckung ist ein­zig­artig. Zum Qua­drat zusam­men­ge­faltet, ergeben sich Stapel, die prak­tisch zu ver­pa­cken sind. Durch die ein­ge­brachten Abriss­kanten lassen sich die drei­eckigen Beutel aber auch ein­zeln ver­kaufen. Dies ist für Ent­wick­lungs­länder wichtig. Dort ist der Ein­zel­ver­kauf gängig und in den kleinen Shops kann die „Delta-Pouch-Gir­lande“ hän­gend gut prä­sen­tiert werden.

„Die kom­plette Grund­la­gen­ent­wick­lung für den Delta Pouch ist gemacht.“ Fritz Major, Bereichs­leiter Ver­trieb bei Harro Höf­liger

Welche Inhalte könnten Sie sich für den Delta Pouch vor­stellen?

Momentan ist das Format auf rund sieben Gramm Füll­menge aus­ge­legt. Theo­re­tisch kann jedes pul­ver­för­mige Pro­dukt abge­füllt werden, bei­spiels­weise aus dem Bereich Nut­ri­tion, Heil­nah­rung oder auch Pro­tein für Sportler.

Gibt es hin­sicht­lich der Füll­menge und Packungs­größe Spiel­räume?

In einem gewissen Rahmen sind wir ohne großen Anpas­sungs­auf­wand bei beidem fle­xibel. Gesetzt ist aber die Befül­lung mit Pulver.

Wenn ich eine gute Idee zur Nut­zung habe, kann ich auf Sie zukommen?

Gerne. Wie bei allen unseren Maschi­nen­kon­zepten können wir das Kon­zept der Pro­to­ty­pen­ma­schine ohne wei­teres in eine Hoch­leis­tungs­ma­schine für die Seri­en­pro­duk­tion über­führen.

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Fotos: Janine Kyofsky